Eine falsche Lüge – wird es ihre letzte sein? von Sophie Stava, Fischer – Verlag, 2025
[Rezensionsexemplar, eigene Meinung, Werbung]
Darum geht es:
Sloane nennt sich Caitlin, behauptet, eine Krankenschwester zu sein, und setzt ihre Lügen gezielt ein, um interessant zu scheinen. Sie schleicht sich damit in die wohlhabende New Yorker Familie Lockhart ein. Jay ist der attraktive Ehemann, der mit ihr flirtet; Violet die Mutter, die verzweifelt eine Freundin sucht. Sloane manipuliert sie und wird als Nanny für die Tochter Harper eingestellt. Doch ein Urlaub am Strand ändert alles.
Mein Eindruck
Eine Charakterstudie einer pathologischen Lügnerin. Locker erzählt bekomme ich einen Einblick in die Gedanken von Sloane, die ja eigentlich nicht lügen will, aber es passiert ihr immer wieder. So knüpft sie geschickt ein Netz um die einsame Violet, die jeden Trigger, den Sloane setzt, aufnimmt.
»Count My lies« heißt es im Original, »zähle meine Lügen« [der deutsche Titel »Eine falsche Lüge« ist mMn nicht gelungen]. Und in dem Buch wird viel gelogen, so viel, dass es in der Mitte einen gelungenen Perspektivwechsel gibt. Das Lügengerüst scheint einzubrechen und ich überlege, wie Sloane da bloß heil wieder rauskommt.
Sophie Stava kann mich am Ende mit einer unerwarteten Wendung überraschen, nachdem der Klappentext mir schon zu viel verraten hatte. Obwohl ich zweifel, dass die Ereignisse am Ende in der Realität Bestand haben. So bleibt mir der Eindruck einer guten Grundidee, die gut erzählt wurde, aber als Thriller nicht bis zum Schluss durchdacht war.
Fazit
Eine interessante Idee, handwerklich gut umgesetzt, aber durch den Klappentext etwas gespoilert. So fehlt die Spannung ein wenig bis zur letzten, doch überraschenden Wendung. Ob Sloane im wirklichen Leben damit davonkommt, bezweifel ich.
Vielen Dank an Netgalley und Fischer für das Rezensionsexemplar.






