Doppelspiel, Arne Dahl, Jonas Moström, Lübbe, 2026
[Rezensionsexemplar, eigene Meinung, Werbung]
Darum geht es
Tom Borg hat eine ausgemachte Schreibblockade und ist genervt von jeder Frage nach seinem nächsten Bestseller. Lieber widmet er sich seinem YouTube Kanal, in dem er die Klimakrise thematisiert. Als der Verlag das Manuskript einfordert, ist Tom zum Handeln gezwungen. Er recherchiert vor Ort in einem Stripclub, immer in Sorge, dass er erkannt wird, denn er hat in Stockholm einen Promistatus.
Doch das soll nicht sein größtes Problem werden: Er beobachtet einen Mord, der sich fatal ähnlich abspielt wie in seinem ersten (und einzigen) Kapitel des neuen Buches. Dummerweise sind seine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe und so bleibt ihm nur die Flucht, um sich selbst auf die Suche nach den Mördern zu begeben.
Mein Eindruck
Autoren und ihre Schreibblockaden, dazu ein Mord, wie ihn der Autor in seinem Buch beschrieben hat – die Idee ist nicht neu, aber hier spannend und mit Tiefe und Thrill umgesetzt. Die Autoren verstehen es, ihren Helden leiden zu lassen und ersparen ihm nichts. Tom und damit die Lesenden werden durch eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Gefahren geschickt. Dazu kommt mit Kommissarin Olivia Woolf eine Frau mit sehr vielen speziellen Eigenschaften und Geheimnissen, die sich auf Toms Fährte setzt.
Und über allem schwebt die Frage: Wer hat Tom da hinein gezogen? Wer zieht die Fäden im Hintergrund und was ist sein Ziel?
Fazit
Ein atemloser Thriller, wie er sein soll. Ein Held, der über sich hinauswachsen muss und es tut. Kurzweilig zu lesen, spannende Charaktere und eine Geschichte, die nur vorläufig zu Ende ist. Skandinavischer Flair, Klimakrise und Selbstjustiz – ich warte ungeduldig auf die Fortsetzung, die aber gerade erst in Schweden erschiene ist.

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