Die Sättigung, Elias Haller, Edition M, 2025
[Rezensionsexemplar, eigene Meinung, Werbung]
Wenn Essen zur Tatwaffe wird – durchaus spannend, aber das Ende wirkt konstruiert
Darum geht es
Mitten in der Karnevals-Hochzeit von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch wird in Dresden nicht nur gefeiert, sondern insbesondere tauchen Leichen auf. Mit einfallsreichen Folterinstrumenten wie Fritteusenfett oder salzigem Fleisch sind sie zu Tode gefüttert worden. Der Kriminalbeamte Arne Stiller ermittelt und dank seinen kryptologischen Kenntnissen kann er die Spur aufnehmen, die der Täter mit einem speziellen Bildercode legt.
Mein Eindruck
Teilweise brutal eklig und brutal in seinen Tötungsmethoden lässt Elias Haller den Lesenden mitleiden. Die Geschichte entwickelt sich aus den unterschiedlichen Perspektiven. Vorahnungen über das Motiv tauchen auf und aufgrund der Erzählweise rätselt der Lesende schnell mit, wer der Täter ist. Da scheinen dann manche Hinweise zu offensichtlich, dass ich denke, so platt kann die Lösung doch nicht sein. Alles nimmt seinen Lauf, die Toten mehren sich und wie es zu einem guten Thriller gehört, sind Ankündigungen, mehr Todesdrohungen, mehr Opfer im Spiel.
Der Grund, warum Stiller seine kryptologischen Fähigkeiten einsetzen muss, ist ein kniffliges Bilderrätsel, was mich begeistert hat.
Trotzdem überzeugt die Auflösung mich nicht, erscheint mir am Ende zu oft um die Ecke gedacht und vom Himmel gefallen, nur damit noch ein Twist in die Geschichte kommt. Dennoch hat der Krimi mich gut unterhalten, ist spannend geschrieben, die Charaktere solide gezeichnet.
Fazit
Ein guter Plot, größtenteils ein solides Schreibhandwerk, eine interessante Handlung. Nur das Ende war dann etwas zu gewollt überraschend.

Vielen Dank an netgalley und Edition M für die Bereitstellung des E-Books.





