Agatha Raisin und die tote Therapeutin, M.C. Beaton, Lübbe, 02.02.2026
[Rezensionsexemplar, eigene Meinung, Werbung]
Wenn die Therapeutin zu viel weiß und Geheimnisse ausplaudert
Darum geht es
Kaum ist die neue Therapeutin Jill Davent in das beschauliche Dorf Carsely in Cotswolds gezogen, schon werden brisante Details von Agatha Raisin herumerzählt. Dabei hatte sie diese Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit Jill bei einem Besuch im Vertrauen erzählt. Verärgert will sie die Therapeutin zur Rede stellen, doch findet sie diese ermordet vor.
Gleich gerät sie unter Verdacht, hatte sie ihren Ärger und das Missfallen doch deutlich und öffentlich kundgetan. Als routinierte Detektivin will Agatha den wahren Täter finden, doch so leicht ist das nicht. Nach und nach erkennt sie, dass sie nicht die Einzige im Dorf ist, die ein Motiv hätte.
Mein Eindruck
Agatha Raisin ist eine manchmal verschroben, manchmal eigenwillige Person, die doch immer wieder auf die richtige Fährte kommt.
Ich kannte bisher die Fernsehserie und mochte die Darstellung der Agatha als eine etwas skurrile Persönlichkeit mit extravagantem Modegeschmack und einem manchmal rigiden Umgang mit den Menschen um sie herum. Dies war also mein erstes Buch und ich war gespannt auf diesen Cosy-Crime. Leider wurde ich enttäuscht. Die Figuren blieben mir fern, ich fand Agatha überzogen in ihrem Umgang mit den Männern, die sie alle auf mögliche Ehemänner abcheckte.
Der Fall entwickelt sich ganz nett, lange rätselt man mit. Die Auflösung an sich scheint mir dann eher gewollt, eher einem Klischee entsprechend und selbst in einem Sherlock-Holmes Fall war dies schon einmal die Lösung.
Irritierend fand ich, dass immer wieder auf einen vorherigen Fall verwiesen wird, weil damals zwar der Mörder entlarvt wurde, aber Agatha sich daran festhält, dass auch die Mutter etwas gewusst haben musste. Vielleicht lohnt es sich also, zuerst den Vorgängerband zu lesen.
Fazit
Ein Cozy-Crime, der natürlich von Agatha, der Detektivin, lebt. Schnell und leicht zu lesen, mit einer gewissen Spannung, aber einem enttäuschenden Ende.

Vielen Dank an Lesejury und Lübbe für die Bereitstellung des Buchs.






Hallo Babette
Ich mag die Serie auch gerne, aber noch besser finde ich die Reihe um Hamish, den Dorfpolizisten.
Liebe Grüße Susan